Wenn Algorithmen Entscheidungen beeinflussen – Organizational Justice

Vertrauen wir einer mathematischen Formel mehr als dem Bauchgefühl von Führungskräften? Mit immer mehr digitalen Transformationen und People Analytics ziehen Algorithmen immer häufiger als „digitale Kollegen“ in die Büros ein. Sie sichten Lebensläufe, bewerten Leistung, geben Empfehlungen für Beförderungen.
Die A&O-Psychologie warnt an dieser Stelle vor einer Illusion der Objektivität. Ein Algorithmus ist nicht von sich aus fair. Füttert man ihn mit verzerrten Daten, gibt er unsere Vorurteile zurück, oft sogar in verschärfter Form. Anstatt Entscheidungen fairer zu machen, können dadurch Ungerechtigkeiten verstärkt werden. Damit der digitale Wandel nicht an fehlender Akzeptanz scheitert, lohnt sich ein Blick auf das Konzept Organizational Justice, die organisationale Gerechtigkeit.

Die Relevanz von AI & Change Agents bei der Einführung von KI in Organisationen

KI einführen ist leicht. Sie wirksam machen nicht. Viele Organisationen stehen gerade an genau diesem Punkt.

Die ersten Use Cases sind identifiziert, Tools ausgewählt, vielleicht sogar schon pilotiert. Die Euphorie ist da. Und trotzdem bleibt dieses Gefühl: Irgendwas funktioniert noch nicht so wie wir uns das vorgestellt haben.

KI wird eingeführt, aber nicht wirklich genutzt oder sie wird punktuell genutzt, ohne echten Impact auf Prozesse, Entscheidungen oder Ergebnisse. Und genau hier kommen zwei Themen zusammen, die oft getrennt gedacht werden, aber untrennbar sind: Change und AI Agents.

Consumerization meets GenAI: Die Rolle von Change Management bei Copilot & Co.

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen ist kein gewöhnliches IT-Projekt. Sie ist ein kultureller Umbruch für die Organisation – und sie trifft auf Anwender:innen, die der Technologie oft schon einen Schritt voraus sind. Denn viele nutzen KI längst privat. ChatGPT, Copilot & Co. haben sich in Windeseile in den Alltag eingeschlichen – und mit ihnen auch neue Erwartungen an die digitale Arbeitswelt. Diese Entwicklung, bekannt als „IT-Konsumerisierung“, stellt das klassische Change Management vor neue Herausforderungen.